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Neanderbad bekommt Photovoltaikanlage – Stadtwerke forcieren Energiewende

Erkrath. Mit der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neanderbades weiten die Stadtwerke Erkrath ihr Engagement für regenerative Energien weiter aus. Die aus etwa 570 Modulen bestehende Anlage gehört mit ihren insgesamt 1000 Quadratmetern zu den größten in der Stadt. Pro Jahr wird sie etwa 100 000 kWh an reinem Ökostrom ins öffentliche Netz einspeisen. Diese Menge reicht aus, um den durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 25 Vier-Personen-Haushalten zu decken. In den nächsten 20 Jahren können so rund 1 000 t an CO2 eingespart werden. Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken sagt dazu: „Neben der Erdgas-Mobilität ist auch die Sonnenenergie ein zentraler Mosaikstein für nachhaltigen Klimaschutz. Um den Anteil an regenerativ erzeugtem Strom konsequent steigern zu können, setzen die Stadtwerke seit 2009 auf ein Naturstromfonds-Modell. Dabei zahlt jeder Kunde einen Zuschlag von 2,2 Cent pro Kilowattstunde Strom. Die Stadtwerke stocken dies um weitere 4,15 Cent pro Kilowattstunde auf. Mit Hilfe der Gelder aus dem Fonds werden dann lokale Klimaschutzprojekte gefördert, zuletzt die Photovoltaikanlage auf dem Dach des TSV-Gesundheitszentrums.

Laut Stadtwerkegeschäftsführer Gregor Jeken ist die PV-Anlage durchaus als Baustein für eine alternative lokale Energiepolitik zu verstehen. „Wir haben derzeit einen Anteil von 10 Prozent Strom, der noch aus Atomkraftwerken stammt. Wir denken darüber nach, wie wir diesen Anteil ersetzen können. Das kann man nicht über Nacht erledigen, da muss ein Gesamtkonzept her.“ Jeken verweist darauf, dass Beschaffungsverträge langfristig abgeschlossen werden und dass im Rahmen einer neu ausgerichteten Produktpolitik auch das Tarifgefüge neu justiert werden müsse. Um die Zehn-Prozent Atomstrom auf Null herunter zu fahren, kann man sogenannte Zertifikate kaufen, das Einkaufsportfolio umstellen oder zusätzliche Eigenerzeugungskapazitäten aufbauen, so Jeken in einem Brief an Bürgermeister Arno Werner. Doch das gehe nicht von heute auf morgen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Deutschland insgesamt aus der Kernenergie aussteigt. Jeken schlägt vor, Anfang des nächsten Jahres ein Konzept vorzulegen.

Die neue Photovoltaikanlage auf dem Neanderbad verfügt über eine Leistung von rund 128 kWpeak. Errichtung und Montage der Anlage wird die Firma Solarexpert aus Düsseldorf vornehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro.

Mit der neuen Photovoltaikanlage wird das Neanderbad zum Vorzeigeobjekt bezüglich innovativer Energiekonzepte. Denn es besitzt bereits seit 2006 ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dessen Hilfe es sich effizient und klimaschonend mit elektrischer Energie und Wärme versorgt. Zusammen mit dem BHKW am Fernheizwerk in Hochdahl und den übrigen Photovoltaikanlagen können die Stadtwerke Erkrath damit fast 50 Prozent des städtischen Strombedarfs aus umweltfreundlicher Eigenproduktion decken. Dies sind in der Summe etwa 80 Millionen kWh im Jahr.

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